Rezension: „Büste“ von Dan Braun

Zum Inhalt:

Afrikanischer Dschungel: Das Böse lebt in Gestalt einer Büste, die nur ein Ziel hat: Tod und Grauen in die Welt zu bringen. Als Meru geboren wird, ist sein Schicksal schon vom ersten Atemzug klar: er muss sein Volk und alle anderen Menschen vor dem Bösen der Büste bewahren und wird somit zu ihrem Hüter. Bis zu seinem Tod. Die Jahre vergehen. Viele seiner Freunde und Stammesangehörige hat Meru sterben sehen. Denn die Büste ist erfinderisch. Und trotz all der bösen Dinge, die die Büste verursacht, gibt es immer noch Menschen, die sie in ihren Besitz bringen wollen, um sie für ihre eigenen Zwecke zu missbrauchen. Schließlich bleibt Meru nichts andere übrig. Er muss Afrika verlassen und begibt sich auf eine lange, dramatische Reise, die schließlich in Deutschland endet…. Weiterlesen

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Rezension: „Targa: Der Moment bevor Du stirbst“ von B. C. Schiller

Zum Inhalt: Berlin: Targa ist anders als andere Menschen. Sie mag zählen und sie mag Dinge sortieren. Sie mag ihren Wohnwagen und sie mag Einsamkeit. Die meisten Menschen versteht sie nicht. Jedenfalls nicht im normalen Alltag. Was sie aber versteht, sind die Gedanken und Handlungen von Serienkillern. Und das macht sie zu einer der besten Undercover-Ermittlerinnen des Landes.

In ihrem aktuellsten Fall geht es um einen besonderen Serienkiller. Alle paar Tage treiben tote junge Frauen in einem Boot auf der Spree. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden: Falk Sandmann, ein intellektueller und attraktiver Hochschul-Professor, der einen eigenen Blog betreibt. Kein gewöhnlicher Blog, denn auf seinem Blog kann man die letzten Worte von sterbenden Menschen hören.

Alle Indizien deuten auf ihn, doch bewiesen werden kann ihm bislang nichts. Targa ist die letzte Hoffnung der Polizei, bevor noch mehr junge Frauen den Tod finden…

Targa nimmt den Job an, doch sie ahnt nicht, dass sie sich damit auf ein gefährliches Spiel einlässt. Wider Erwarten ist sie von Falk Sandmann fasziniert… Weiterlesen

Rezension: „Plausch am Ententeich“ von Daniel Grosse

Zum Inhalt:

Birger und Betty stoßen auf einen mysteriösen Fall. Bei dem bemühen, ihn zu lösen, nehmen sie den Leser mit auf einen rasanten Trip durch den Marburger Stadtteil Marbach.

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Meine Meinung: Das 144 Seiten dicke Buch ist in 26 Kapitel übersichtlich nach dem Alphabet gegliedert. Das fand ich übrigens ausgesprochen ansprechend. Der Autor Daniel Grosse hat beim Schreiben des Buches ein Experiment gewagt: Für jedes Kapitel hat er täglich nur eine Stunde Zeit eingeplant und aufgewendet. Das war die Vorgabe.

Nach anfänglichen leichten Startschwierigkeiten habe ich ziemlich schnell in die Geschichte hineingefunden. Birger und Betty sind sympathische Protagonisten, die alles tun, um den “stinkenden“ Sachverhalt aufzuklären und die Situation zum Guten zu lösen. Ich mag auch eigentlich zur Handlung nichts weiter verraten, das würde Euch ja den Spaß am Lesen nehmen.

Für Leser, die Marburg und Umgebung kennen, steigern die lokalen Begebenheit mit Sicherheit nochmal das Lesevergnügen. Für mich – der Marburg überhaupt nicht kennt, hat es aber der Lesefreude keinen Abbruch getan, den Ort eben nicht zu kennen.

FAZIT:

Ein unterhaltsamer, kurzweiliger Lokalkrimi, der sich wunderbar an einem Nachmittag lesen lassen lässt und kurzweilige Unterhaltung verspricht.

Weitere Informationen zur Geschichte findet Ihr auf der Autorenseite von Daniel Grosse.

Rezension: „Im dunklen dunklen Wald“ von Ruth Ware

Zum Inhalt: Leonora, genannt Nora erwacht nach dem Junggesellinnenabschied ihrer früheren besten Freundin Clare im Krankenhaus. Sie kann sich an nichts erinnern, aber ihre schlimmen Verletzungen sprechen für sich. Was genau geschah in der Nacht im Haus im Wald? Verzweifelt versucht Nora, sich die Ereignisse ins Gedächtnis zu rufen, doch erst, als die Polizei ihr mitteilt, dass es einen Mord gab, kehrt die Erinnerung zurück….

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Meine Meinung: Das Debüt der englischen Autorin Ruth Ware spielt in zwei Zeitsträngen: einmal während der Junggesellinnenparty im Haus im Wald und dann als Leonora im Krankenhaus erwacht.  Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt und dem Erzählstil ist leicht zu folgen, man findet schnell und gut in die Geschichte hinein. Die verschiedenen Charaktere werden ausführlich dargestellt und ich habe relativ schnell Sympathien und Antipathien beim Lesen entwickelt…. Also Flo ging mir ja mal sowas von auf die Nerven…. Aber ich habe auch zwischendurch gedacht: „Warum ist Nora überhaupt hingefahren…hätte ich nicht gemacht… auf keinen Fall!“ Aber gut, wenn sie nicht hingefahren wäre, hätten wir keine Geschichte zum Lesen gehabt, deswegen will ich mal nicht so sein……

Die Geschichte ist spannend und kommt mit überraschend wenig Blut aus – gut für Leser, die es eben nicht ganz so gerne blutrünstig mögen. Für mich persönlich hätte die Geschichte durchaus noch ein klein wenig mehr Spannung haben können, aber nichtsdestotrotz hat sie mich trotzdem so gefesselt, dass ich die 357 Seiten innerhalb von zwei Tagen ausgelesen habe.

Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier!

FAZIT: 6 von 10 Sternen

Rezension: „Nachricht von Dir“ von Guillaume Musso

Zum Inhalt: Madeline reist mit ihrem Verlobten Raphael von Amerika aus zurück nach Paris. Am Flughafen stößt sie versehentlich mit dem ehemaligen Starkoch Jonathan zusammen. Bei diesem Zusammenstoß vertauschen beide ihre Mobiltelefone. Durch dieses Versehen tauchen beide plötzlich und ungeplant in das Leben des jeweils anderen ein. Und auch, wenn sie sich am Flughafen so unsympathisch waren, scheint sie nun der jeweils andere und dessen Geheimnisse unerklärlicherweise zu faszinieren. Und plötzlich merken sie, dass es auch schon in der Vergangenheit Erlebnisse gab, die sie verbunden haben….

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Meine Meinung: Ich mag die Bücher von Guillaume Musso unheimlich gerne. Der Schreibstil ist so wunderbar leicht zu lesen und trotzdem unheimlich fesselnd. Wie oft bei seinen Büchern, frage ich mich auch bei diesem, ob alles nur Zufall ist oder ob es das Schicksal wirklich gibt. Madeline und Jonathan – beides überaus starke Persönlichkeiten, die beide mit den Dämonen ihrer Vergangenheit kämpfen und plötzlich erfahren, dass da noch jemand ist, der einen Bezug zu den Dingen hat, die ihr Leben damals verändert haben. Am Anfang fand ich beide Charaktere – bzw. besonders Madeline ziemlich unsympathisch. Ich denke, das war vermutlich vom Autor auch bewusst gewollt. Aber wie man weiß, kann der erste Eindruck auch täuschen und später, als ich beide etwas näher kennenlernen durfte, musste ich meine Meinung revidieren.

Was man auch noch sagen muss – besonders wenn jemand bereits andere Bücher von Guillaume Musso kennt: diesmal ist es kein oder nur bedingt ein Liebesroman, sondern eher ein Thriller, der ziemlich spannend ist. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und kann auch diesmal sagen: ein toller Autor, ein tolles Buch und ich werde definitiv auch noch andere Bücher von ihm lesen!

FAZIT: 9 von 10 *

Für weitere Informationen zum Buch kommt Ihr hier auf die Verlagsseite

Rezension „Die Zelle“ von Jonas Winner

Zum Inhalt: Sammy ist elf Jahre alt, als er mit seinem älteren Bruder und seinen Eltern von London nach Berlin zieht – mitten in den Sommerferien. Der Vater arbeitet als Komponist, die Mutter ist Opernsängerin. Tagsüber werden die beiden Jungs von AuPair-Mädchen Hannah, die mittlerweile fest zur Familie gehört.

Die Eltern haben wenig Zeit, sich um Sammy zu kümmern und so strolcht er alleine über das riesige Grundstück der alten Jugendstilvilla in Berlin-Grunewald, die nun sein Zuhause ist. Als er den alten Luftschutzbunker entdeckt, muss er ihn natürlich erforschen und macht dort eine grausame Entdeckung: ein junges Mädchen ist dort unten gefangen, vielleicht nur ein wenig älter als er selbst. Sammy will dem Mädchen helfen, doch als er am nächsten Tag wiederkommt, ist die Zelle leer und das Mädchen verschwunden. Wer kann das getan haben? Sammy hat nur eine Person in Verdacht: seinen eigenen Vater….

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Meine Meinung: Die Geschichte ist in zwei Teile unterteilt und wird aus der Perspektive von Sammy erzählt. Die dargestellte „Familienidylle“ wirkt oft sehr düster und beklemmend. Niemand redet wirklich mit dem anderen oder hat Zeit für ihn. Jeder lebt irgendwie in seiner eigenen Welt und scheint oftmals nur körperlich anwesend zu sein. Dadurch blieben mir die anderen Protagonisten beim Lesen auch sehr fern. Der Erzählstil von Jonas Winner ist flüssig und oftmals sehr detailliert. Man findet leicht in die Geschichte rein. Einige Stellen sind jedoch nichts für zartbesaitete Leser. Der zweite Teil der Geschichte entwickelt dann ein rasantes Tempo, der es mir persönlich unmöglich gemacht hat, das Buch wegzulegen. Das Ende hat dann nochmal für einen richtigen Gänsehautfaktor gesorgt. Die Geschichte ist sehr, sehr spannend.

FAZIT: 8 von 10  Sternen

Weitere Infos zum Buch findet ihr hier auf der Seite vom Droemer Knaur Verlag

Rezension: „Niemand sieht mich kommen“ von Lisa Scottoline

Zum Inhalt:

Dr. Eric Parrish ist erfolgreicher Chef der psychiatrischen Klinik. Doch der berufliche Erfolg hat auch seinen Preis: Mittlerweile lebt er von seiner Frau Caitlin getrennt und sieht seine über alles geliebte Tochter Hannah nur noch selten.

Eines Tages lernt er die unheilbar krebskranke Mrs. Teichner und ihren Enkelsohn Max kennen. Der Junge ist ihr Ein und Alles und sie bittet, Eric, sich ihren Enkelsohn einmal anzusehen, denn er wird mit ihrem baldigen Tod nicht zurechtkommen.

Eric willigt ein, nichtsahnend, dass diese Entscheidung alles zerstören könnte, was er sich aufgebaut hat….

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Meine Meinung: Das Cover alleine finde ich schon ziemlich ansprechend, besonders das Rorschachbild mit den abgebildeten Personen im Bild sorgt schon beim Betrachten für einen gewissen Gänsehautfaktor.

Die Geschichte selbst ist gut strukturiert und in übersichtliche Kapitel aufgeteilt. Schon im ersten Kapitel erfährt man, dass Eric’s Gegner ein Soziopath ist, auch wenn man lange Zeit nicht wirklich weiß, welcher der vielen Charaktere im Buch ihn wirklich zerstören will und warum.

Die Geschichte nimmt ziemlich schnell an Tempo auf und nach den ersten paar Kapiteln kann man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich mag nicht zu viel verraten von der Geschichte, daher halte ich diese Rezension bewusst kurz.

Ich habe das Buch in einem Rutsch ausgelesen und mich ausgesprochen gut unterhalten gefühlt. Eine spannender Thriller, der mit relativ wenig Blutvergießen auskommt.

Informationen über das Buch findet ihr hier auf der Seite vom Aufbau Verlag