Rezension: „Fünf Tage die uns bleiben“ von Julie Lawson Timmer

Zum Inhalt

Mara ist eine erfolgreiche Anwältin, Mutter einer kleinen Adoptivtochter und glücklich verheiratet mit der großen Liebe ihres Lebens. Zuerst schiebt sie es auf den Stress, als sie anfängt, Dinge zu vergessen. Doch es wird nicht schlimmer, im Gegenteil: immer öfter vergisst sie auch sehr wichtige Dinge…

Irgendwann kann Mara es nicht mehr leugnen: irgendetwas stimmt nicht mit ihr. Die Diagnose zieht ihr den Boden unter den Füßen weg: Chorea Huntington. Doch Mara will sich ihr Leben nicht von der Krankheit diktieren lassen, sie beschließt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Treten bestimmte Symptome auf, wird sie ihr Leben selbstbestimmt an ihrem nächsten Geburtstag beenden. In fünf Tagen ist es soweit. Mara beginnt Abschied von ihren Lieben zu nehmen. Doch wie verabschiedet man sich von den Menschen, die man über alles im Leben liebt?

Meine Meinung:

Ich finde es gerade etwas knifflig, meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Der Schreibstil ist gut, die Geschichte ist flüssig geschrieben, man findet gut in die Geschichte rein. Das Cover ist wunderschön gestaltet.

Es geht im Buch nicht ausschließlich um Mara und ihre Familie, ein zweiter Handlungsstrang handelt von einem jungen Pärchen namens Scott und Laurie, die für ein Jahr ein Kind aus desolaten Familienverhältnissen aufnehmen. Mara und Scott verbindet eine Emailfreundschaft aus einem Forum für Eltern, die ihre Kinder nicht auf natürlichem Weg bekommen haben. Die beiden tauschen sich nachts oft aus.

Mara war vor der Diagnose eine Karrierefrau. 70 Stunden pro Woche im Büro waren keine Seltenheit. Die kleine Lakshmi wird nach der Schule meist von den Großeltern betreut. Mara – immer unabhängig – eine Powerfrau, hat große Probleme damit, sich damit abzufinden, plötzlich sehr oft Hilfe von anderen Menschen zu benötigen. Und bevor es dazu kommt, dass sie tatsächlich wirklich und endgültig auf andere Menschen angewiesen ist – fremdbestimmt – beschließt sie, die Krankheit nicht gewinnen zu lassen und selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden. In den nächsten 5 Tagen organisiert sie, nimmt Abschied von Freunden und Familie, ohne dass diese wissen, dass es ein Abschied ist. Und sie hadert mit ihrer Entscheidung, ob es richtig ist, zu gehen, ihren Mann und ihre kleine, über alles geliebte Tochter jetzt schon zurückzulassen.

Doch so sehr die Geschichte auch ans Herz geht, so grausam das Schicksal ist, das Mara und ihre Familie erwartet– ich bin mit Mara leider nicht wirklich warm geworden und konnte mich kaum in sie hineinversetzen beim Lesen. Es fühlte sich immer irgendwie distanziert an.

FAZIT: 6 von 10 Sternen.

Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier auf der Seite von Bastei Lübbe

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