Rezension: „Wir kennen uns nicht“ von Birgit Rabisch

Zum Inhalt: Lena Löper ist eine erfolgreiche Schriftstellerin gewesen. Und Feministin. Sie veränderte mit ihren Büchern die Welt der Frauen und das allgemeingültige Frauenbild. Zeigte, dass man nicht so sein muss, wie einen das Patriachat haben möchte. Sondern Erfolgreich. Unabhängig. Ihre Meinung und ihre Empfindungen verarbeitete sie in ihrem fiktiven Charakter Lara und wurde damit berühmt. Anderes blieb dabei auf der Strecke. Die Beziehung zu ihrer Tochter Ariane zum Beispiel. Doch nun ist sie alt und ihre Karriere ist längst vorbei. Einsam ist es in ihrem großen Haus geworden.

Verhaltensforscherin Ariane Löper fühlt sich unverstanden. Schon seit ihrer Kindheit hat sie das Gefühl für ihre Mutter, die erfolgreiche Schriftstellerin Lena Löper, niemals gut genug zu sein. Immer nur Klotz am Bein. Ungeliebt. Doch nun bekommt sie selbst ein Kind und immer wieder blitzt die Erinnerung an ihre Mutter auf…

Meine Meinung:

„Wir kennen uns nicht“ – der Titel passt definitiv zu dieser Erzählung. Ariane und Lena – zwei starke Frauen. Eigentlich untrennbar miteinander verbunden und doch durch so viel getrennt.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: aus der Sicht Lenas, die von jeher das Gefühl hat, keinen Zugang zu ihrer Tochter zu bekommen. Und aus der Sicht Arianes, die als Kind um die Liebe ihrer Mutter kämpfte, bis sie irgendwann beschlossen hat, sich nicht mehr vergeblich abzumühen.

Das Buch hat mich sehr berührt. Jede der beiden Frauen ist so gefangen in ihrer Annahme, dass sie der anderen nichts bedeutet. Und beide interpretieren in jedwede Aussage (die eigentlich nur aus Eigenschutz so schroff und abweisend geäußert werden) sofort eine Ablehnung hinein. Dabei würde eigentlich jede der beiden Frauen sich über ein Zeichen der Zuneigung freuen. Doch keine der Beiden ist bereit, das Risiko einzugehen und mit einer möglichen Zurückweisung zu leben.

Das Buch zeigt deutlich, welche dramatischen Konsequenzen fehlende Kommunikation in Beziehungen haben kann. Und das sich daraus ein Teufelskreis entwickelt, aus dem man nur sehr schwer wieder herausfindet. Zu tief sitzen die Verletzungen und zu weit haben sich der Groll und die Wut entwickelt. Zu groß ist die Angst davor, zurückgewiesen zu werden.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, so ein Verhältnis zu einem meiner Kinder zu haben. Oder zu meiner Mutter. Das Buch ist mir nahegegangen, ich konnte es nach den ersten Seiten kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist offen, ehrlich und direkt. Die Autorin versteht es, die verschiedenen Orte und die Erinnerungen der Protagonisten auf eine anschauliche und lebendige Weise dem Leser nahezubringen.

Weitere Informationen findet Ihr hier auf der Seite vom Duotincta Verlag

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#LBM 2017 – Messebericht

Ja, ich weiß, ich bin spät dran mit meinem Bericht über die Leipziger Buchmesse, aber besser spät als nie….

Dieses Jahr  war ich – genau wie im Vorjahr – am Samstag auf der Messe. Gefahren bin ich wieder mit meiner Lieblingsbuchhandlung Graff. Jedes Jahr bietet Graff diese Busreise an, die jedes Mal total super ist. Morgens um halb sieben ging es los. Wir sind ziemlich gut durchgekommen und waren pünktlich vor Messestart in Leipzig – trotz ausgiebiger Frühstückspause.

Es war ja mein zweiter Besuch auf der Buchmesse und ich war schon ganz gespannt, wie sich meine Eindrücke und Erlebnisse vom Vorjahr unterscheiden würden. Dieses Jahr hatte ich auch so einiges auf dem Zettel, was ich mir unbedingt anhören / anschauen wollte.

Zuerst ging es zu einer Lesung von Birgit Rabisch, die aus ihrem aktuellen Buch „Wir kennen uns nicht“ gelesen hat. Nach der Lesung hatte ich noch die Gelegenheit mit ihr zu plaudern und mir das Buch „Duplik Jonas 7“ signieren zu lassen, was schon seit Urzeiten (natürlich gelesen) in meinem Regal steht und nun nochmal neu überarbeitet wird und auch verfilmt werden soll. Ich bin gespannt.

Direkt im Anschlass fand eine sehr, sehr unterhaltsame Poetry-Slam-Lesung statt. Ich muss gestehen, dass ich die Autorennamen vergessen habe. Aber, oh mann, war die Darbietung gut. Echt klasse gemacht.

Momentan nehme ich bei Lovelybooks bei der Leserunde von „Chosen – Die Bestimmte“ von Rena Fischer teil und ich hatte das Glück, die liebe Rena kennenzulernen. Was soll ich sagen – ich finde sie sehr, sehr nett und freue mich echt, dass ich sie kennenlernen durfte.

Danach ging es zum Lovelybooks Leser- und Bloggertreffen, wo ich Mona vom Tintenhain und Manuela getroffen habe. Das Highlight beim Treffen war das Interview mit Anne Freytag. Und auch hier hatte ich das Glück, mir mein Exemplar von „Mein bester letzter Sommer“ signieren lassen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

Von dort aus kämpften wir uns direkt zum Vorablesen-Treffen und der Lesung mit Marah Woolf. Das aktuelle Buch von ihr besitze ich zwar leider nicht, aber die Gelegenheit für das Foto und signieren einer Leseprobe von „Götterfunke“ konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Mittlerweile voll bepackt war mein Programmzettel dann leer und ich habe mich noch ein wenig durch die Hallen tragen lassen. Und dann habe ich mir tatsächlich sogar noch zwei Bücher gekauft – dabei hatte ich mir fest vorgenommen, kein Buch zu kaufen. Aber Samantha J. Green und Lisa Skydla waren so nett und wir haben uns so wunderbar unterhalten, so dass ich mir von beiden jeweils eines ihrer Bücher mitgenommen habe.

Das war ein schöner Tag und ich freue mich jetzt schon auf die Buchmesse in Leipzig vom 15. – 18.03.2018. Nächstes Jahr fahre ich vielleicht auch mal länger hin als nur am Samstag. Ich glaube, das ist eine sehr gute Idee….

 

 

 

 

 

Rezension: „The sun is also a star“ von Nicola Yoon

Zum Inhalt: Natasha ist verzweifelt. Sie, ihr kleiner Bruder Peter und ihre Eltern sollen noch heute Abend abgeschoben werden. Dabei lebt die gebürtige Jamaikanerin bereits seit ihrem 8ten Lebensjahr in New York. Als letzten Versuch, die drohende Abschiebung zu verhindern, geht sie an diesem Tag noch einmal zur Einwanderungsbehörde. Ein kleiner Hoffnungsschimmer tut sich auf, evtl. kann ein Anwalt ihr und ihrer Familie noch helfen. Auf dem Weg zum Anwalt wird Natasha fast von einem Auto überfahren. Daniel – ein siebzehnjähriger Amerikaner koreanischer Abstammung rettet ihr das Leben. Und obwohl Natasha keinesfalls an Liebe auf den ersten Blick glaubt, stellt diese Begegnung ihr gesamtes Weltbild auf den Kopf. Doch was für eine Chance hat diese Liebe schon?

Meine Meinung:

Wow, was für ein wunderbares Buch. Zunächst hatte ich ein paar Schwierigkeiten – war ich doch von den teilweise kurzen Kapiteln und den Sprüngen der Personen ein wenig irritiert. Doch schon nach einer kurzen Weile ist mir bewusst geworden, dass genau das zum Teil den Charme der Geschichte ausmacht.

Den größten Teil der Geschichte begleiten wir Natasha und auch Daniel. Natasha ist ein wenig – ich würde mal sagen – kratzbürstig, verzweifelt & traurig – denn so etwas wie Liebe auf den ersten Blick gibt es in ihrer Vorstellung einfach nicht. Sie ist durch und durch Wissenschaftlerin – jede Menge Zahlen und Fakten schwirren in ihrem Kopf umher. Und genau aus dem Grund fällt es ihr schwer, an so etwas wie Liebe, wie Schicksal, wie Seelenverwandtschaft zu glauben.

Ich mag Natasha, ich mag ihre Art, an die Berechenbarkeit von Dingen zu glauben, an Fakten, die mag ich sehr, weil ich sie so gut nachvollziehen kann. Berechenbarkeit von Dingen gibt einem eine gewisse Art Sicherheit.

Daniel ist das genaue Gegenteil. Ein Dichter, ein Poet, ein Freund des Denkens und der Wörter. Und eigentlich unglücklich. Denn seine Eltern – die in Amerika nie wirklich heimisch geworden sind – wollen unbedingt, dass er nach Yale geht, Medizin studiert, den ganz großen amerikanischen Traum lebt. Das ist nicht das was Daniel will. Eigentlich hat er an diesem Tag ein Vorstellungsgespräch für eine Yale-Empfehlung. Große Lust hat er keine und als das Schicksal ihm sozusagen Natasha vor die Füße kullert, beschließt er, diesen Tag einfach mal dem Schicksal zu überlassen und zu sehen, wohin es ihn führt. Und ich finde es bewundernswert, wie er nicht aufgibt, Natasha zu versuchen davon zu überzeugen, dass die Empfindungen, die beide spüren, echt sind – trotz der kurzen Zeit, die sie sich kennen.

Und wir begleiten ein Stück weit auch die Menschen, die an diesem Tag den Weg von Natasha und Daniel kreuzen. Und das ist etwas, was ich ungeheuer faszinierend an der Geschichte fand. Wie das Schicksal durch die ein oder andere Handlung seinen Weg findet und das Leben der Menschen verändert. Unheimlich spannend, das hat mich sehr zu Nachdenken angeregt.

Im Buch finden sich so wunderbare Textpassagen, die mein Herz berührt haben, ich mag den ein oder anderen Textschnipsel mit Euch teilen:

„Es ist schwer, jemanden zu lieben, der einen nicht zurückliebt“ – Seite 184

„Ihn zu berühren, ist Ordnung und Chaos – als würde man gleichzeitig zusammengesetzt und auseinandergenommen.“ – Seite 300

„All das soll nichts darüber aussagen, ob Jeremy Fitzgerald das Richtige getan hat oder das Falsche. Es soll lediglich aussagen: Liebe verändert immer alles. – Seite 344

„Natasha sagt nicht, was sie vermutet. Dass füreinander bestimmt sein nicht unbedingt für immer bedeuten muss“ – Seite 384

Ich habe diese Geschichte in mein Herz geschlossen und ich werde Euch keinesfalls etwas davon verraten, wie sie ausgeht. Ihr solltet sie auf jeden Fall lesen. Ein tolles Buch.

Ich mag Daniel und ich mag Natasha und ich persönlich glaube an das Schicksal – egal wie rational ich grundsätzlich bin.

Und natürlich interessiert mich jetzt: glaubt Ihr an Schicksal? Oder ist alles nur einfach Zufall?

FAZIT: 10 von 10 Sternen.

Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier auf der Seite vom Dressler Verlag / Oetinger Verlag.

Rezension: „Das Pubertier“ von Jan Weiler

Zum Inhalt: Sie sind süß und wir lieben sie. Die Rede ist von unseren Kindern. Doch irgendwann verwandeln sich diese kleinen, niedlichen und überaus liebenswerten Geschöpfe in sogenannte „Pubertiere“ und plötzlich ist nichts mehr so wie es einmal war. …

Meine Meinung: Ich habe so sehr gelacht beim Lesen. Dieses Buch ist der Hammer! Jan Weiler beschreibt in ungefährer Form eines wissenschaftlichen Experimentes mit 22 Episoden den Alltag im Zusammenleben mit einem weiblichen Pubertier – seiner Tochter Carla. Einfach herrlich. Natürlich stellt er die Situationen manchmal sicherlich ein wenig überspitzt da, mit einem (großen) Funken Galgenhumor. Aber auf eine wunderbar sympathische Art und einem überaus lustigen Schreibstil. Und jeder Menge Geduld. Die werden wir wohl alle in dem Fall brauchen.

Ich habe in so manchem Kapitel meine Tochter wiedererkannt – wobei sie erst 9 Jahre alt ist. Eigentlich hatte ich gehofft, dass uns noch ein wenig Zeit bleibt… das scheint jedoch ein Irrglaube zu sein. Ich denke, bei uns geht es genau jetzt auch los. Aber nun gut, nach der Lektüre bin ich gewappnet.

Das Buch hat mir auf jeden Fall geholfen, die vielen (kommenden) Dinge hoffentlich mit Humor und Geduld zu nehmen, denn was andere bleibt uns – vermutlich – auch einfach nicht übrig.

Ein wunderbares Lesevergnügen, das mich oft hat Schmunzeln lassen. Und ein gutes Mitbringsel für Eltern, die gerade mit einem Pubertier zusammenleben dürfen.

FAZIT: 9 von 10 Sternen

Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier auf der Seite vom Rowohlt Verlag.

Rezension: „Schweineglück: Lass los und suhl Dich im Leben“ von Elmar Rassi

Zum Inhalt: Wer möchte nicht glücklich sein? Glück ist etwas Wunderbares. Doch viele Menschen sind nicht glücklich, für viele ist das Glas oft halb leer. Dieses Buch kann Abhilfe schaffen; mit den „10 universellen Regeln, die dein Leben verändern“ schaffen wir es alle, das Gefühl von Glück und übersprudelnder Lebensenergie in uns zu vereinen.

Meine Meinung; Ich lese ja relativ selten Sachbücher zum Thema „Lebenshilfe“, aber bei diesem Buch hatte ich ziemlich viel Spaß. Mir gefällt die gesamte Aufmachung. Der Autor nimmt uns mit in seine Kindheit, sein „Ankommen“ in Deutschland und er tut das auf eine sehr sympathische Weise. Der Leser wird die ganze Zeit direkt im Buch angesprochen, was mir persönlich ziemlich gut gefallen hat. Das Buch wirkt nicht wie ein trockener Ratgeber, sondern Herr Rassi vermittelt seine Lebensweisheiten auf eine wunderbare Art und Weise. Das Buch ist unterteilt in viele praktische Kapitel und mit wunderbaren Sprüchen, Zitaten und persönlichen Fotos versehen.

Herr Rassi geht auch auf unsere Ängste ein und erklärt mit einfachen und verständlichen Worten, wie wir der (oftmals unbegründeten) Angst entgegentreten können.

Zitat:

„Sieben schöne Dinge, die einfach unbezahlbar sind:

Zeit…. Hoffnung … Freundschaft … Ein Lächeln … Eine Umarmung … Dankbarkeit… Die Liebe…“

Seite 85

Ich habe viele Ideen und Tipps gefunden, um meinen Alltag leichter zu gestalten, die schönen Dinge zu erkennen und wertzuschätzen. Und sich das Leben eben nicht unnötig schwer zu machen, indem man den nicht so schönen Dingen viel zu viel Gewicht gibt.

Ich kann Euch das Buch wirklich empfehlen. Es hat großen Spaß gemacht, es zu lesen.

Vielen Dank an die Random House Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar. Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier.

Off Topic: Wenn ich nicht ich wäre….

(Quelle: yasmiiina.wordpress.com)

Ihr Lieben,

auf der Seite von Yasmiiina bin ich auf ihre Aktion „Wenn ich nicht ich wäre….“ aufmerksam geworden und finde das eine wirklich gute Idee. Also habe ich mir gedacht, ich mache mal mit.

Hier kommen meine Antworten:

Wenn ich nicht ich wäre, sondern...

…ein Monat: Mai

…ein Wochentag: Samstag

…eine Tageszeit: 07.00 Uhr

…ein Planet: Erde

…ein Meerestier: Delphin

…eine Richtung: links

…eine Himmelsrichtung: Süden

…eine Zahl: 2

…ein Kleidungsstück: Kleid

…ein Schmuckstück: Kette mit Kreuzanhänger

…ein Kosmetikprodukt: mein Lieblingsparfum

…eine Blume/Pflanze: Gänseblümchen

…eine Flüssigkeit: Tee

…ein Baum: Trauerweide

…ein Vogel: Krähe

…ein Möbelstück: Bücherregal

…ein Wetter: sonnig und warm

…ein mythisches Wesen: Elfe

…eine Farbe: hellblau

…ein Element: Luft

…eine Stimmung: glücklich

…ein Auto: Minicooper (nicht der von BMW)

…eine Sportart: tanzen

…ein Lied: For Crying Out Loud

…ein Körperteil: Auge

…ein Schulfach: Mathematik

…ein Gesichtsausdruck: verträumt

…ein Gegenstand: Buch

…ein Wort: Liebe

…ein Getränk: Rhabarbersaft

…eine Eissorte: Zitrone

…ein Märchen: Die Schneekönigin

…ein Land: Island

…eine Stadt: Paris

Es war manchmal ganz schön knifflig. Bei Fragen zu meinen Antworten, lasst mir gerne einen Kommentar da. Und vielleicht hat ja der ein oder andere Lust, bei diesem lustigen Spiel ebenfalls mitzumachen.

Liebe Grüße

Nicole

Dankeschön!

Ihr Lieben,

die Freude war groß in der letzten Woche, als ich die Nachricht bekam, dass ich bei Mels Verlosung vom Lesezauber ein Buch gewonnen habe.

Nun ist mein Gewinn letzte Woche angekommen und ich habe mich riesig gefreut.

Liebe Mel, vielen lieben Dank für den tollen Gewinn. Ich freue mich schon sehr aufs Lesen!!!!

Schaut mal, was ich Glückpilz in meinem Gewinnpäckchen hatte:

Top Ten Thursday: 10 Autoren, von denen man am meisten Bücher im Regal stehen hat

Ich war ja die letzten Wochen wirklich faul, was den Top Ten Thursday von Steffis Bloggeria angeht, aber diese Woche habe ich beschlossen, mal wieder mitzumachen.

Von folgenden Autoren habe ich die meisten Bücher in den Regalen:

01. Danielle Steel

02. Nora Roberts

03. Sandra Brown

04. Susan Elizabeth Phillips

05. J. D. Robb

06. Kristin Hannah

07. Luanne Rice

08. Linda Howard

09. Nicholas Sparks

10. Enid Blyton

Ich bin auf Eure Autorenlisten gespannt und wünsche Euch einen schönen Donnerstag!

Liebe Grüße

Eure Nicole

 

Rezension: „Club der letzten Wünsche“ von Tamy Fabienne Tiede

Zum Inhalt: Jesslyn hat es nicht leicht in ihrem Leben gehabt. Ihr Vater hat Selbstmord begangen, die Mutter ist abhängige Alkoholikerin und überlässt Jesslyn weitestgehend sich selbst. Alle Menschen, die Jesslyn mögen könnten, werden von der 19jährigen durch ihre ruppige Art abgeschreckt. Dabei würde Jesslyn so gerne lieben können, doch aus Angst, zurückgewiesen zu werden, lässt sie keine Liebe zu.

Als sie aufgrund akuter Beschwerden ins Krankenhaus muss, ahnt sie nichts Schlimmes. Doch dann bekommt sie die Diagnose „Lungenkrebs – unheilbar“. Die Uhr tickt und diese Nachricht zieht Jesslyn endgültig den Boden unter den Füßen weg. Doch sie ist nicht allein. In Krankenschwester Bonnie und dem süßen Pfleger James findet Jesslyn unerwartet Freunde, die ihr und ihrem Halbbruder Boomer zu Seite stehen….

Meine Meinung:

Ich habe das Buch eben gerade beendet – so vor ca. einer 1 Stunde und ich habe so sehr geweint. Jesslyn ist ein Mensch, den ich die ganze Zeit während des Lesens am liebsten in den Arm genommen hätte. So eine schwere Kindheit und doch – trotz aller Widrigkeiten so eine starke Persönlichkeit. Ich kann verstehen, warum sie Angst davor hat, an andere Menschen ihr Herz zu hängen – zu oft hat sie einen Verlust hinnehmen müssen. Und doch – gerade als ihr Leben endgültig den Bach runterzugehen scheint, findet sie – in der schwersten Zeit ihres Lebens – Menschen, die sie so lieben wie sie ist. Die sie niemals alleine lassen – egal wie schlimm die Situation gerade zu sein scheint.

Ich habe James und ihre Freundin Yuliya, ihren Bruder Boomer und Schwester Bonnie beim Lesen bewundern müssen, denn die Kraft, die alle gemeinsam zusammen haben, um Jesslyn in ihren letzten Wochen ihr Leben so schön wie möglich zu gestalten, für sie da zu sein – egal wie schlecht es einem selber dabei geht, zuzuschauen, wie eine geliebte Person stirbt, die ist einfach überwältigend.

Die Geschichte enthält so viele wunderbare Zitate und Sätze, die mich beim Lesen weinen ließen – gerade auch, weil sie so viel Wahrheit enthalten. Ich werde Euch nicht alle aufzählen, Ihr sollt das Buch ja lesen (das solltet Ihr in der Tat!!!), aber ein Zitat teile ich mit Euch:

Zitat James: „Ich bereue nichts. Niemals. Das Leben ist zu kurz, um irgendetwas zu bedauern“ – Seite 199

Mein Fazit:

Das Buch geht unter die Haut – tief, sehr tief. Es lässt Euch weinen, es lässt Euch lächeln, es lässt Euch einen Blick darauf werfen, was Liebe ist, was Liebe tut, es zeigt Euch, worauf es in Eurem Leben ankommt. Das Leben ist kostbar, genießt es, seid glücklich. Egal, wieviel Zeit Euch noch bleibt!

10 von 10 Sternen!

Ich bedanke mich von ganzem Herzen beim Piper Verlag für das Rezensionsexemplar. Danke, dass ich dieses wunderbare Buch lesen durfte!

Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier.

Rezension: „Überleben ist ein guter Anfang“ von Andrea Ulmer

Zum Inhalt: Anja hat Brustkrebs – unheilbar. Und sie kommt mit der Situation nicht besonders gut zurecht. Da überredet ihr Mann sie, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen. Eine Selbsthilfegruppe ist total unnötig, findet Anja. Aber gut, sie tut ihm den Gefallen. Doch womit sie nicht rechnet: die Selbsthilfegruppe ist nicht das, was sie sich vorstellt. Es ist eine Gruppe von Freundinnen, die leben wollen. Ganz besonders die 83jährige Sieglinde, die unbedingt noch eine Weltreise machen will. Doch kurz bevor sie das Vorhaben in die Tat umsetzten kann, stirbt sie und hinterlässt ihren Freundinnen die Mittel, um an ihrer statt die Weltreise zu machen. Die fünf Frauen beschließen, Sieglinde ihren letzten Wunsch zu erfüllen….

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Meine Meinung:

Die Geschichte, die die Autorin ihrer 2015 an Brustkrebs verstorbenen Mutter widmet, geht unter die Haut. Fünf unterschiedliche Frauen, die eigentlich nichts mehr zu verlieren haben – denn ihr Leben hängt in jeder Minute am seidenen Faden. Aber dennoch haben sie viel zu gewinnen. Sie erfüllen Siglindes letzten Wunsch und treten die Reise an: das kostet Mut und Selbstvertrauen und doch nehmen die Freundinnen die Herausforderung an. Und die Reise verändert sie: sie finden zu sich selbst, sie machen die Welt auf ihre Weise ein Stückchen besser, sie entdecken, wie viel wert Freundschaft und Liebe ist. Und dass sie trotz der Diagnose und der unbeständigen Lebensprognose ein Recht darauf haben, glücklich zu sein und aus jeder verdammten Minute ihres Lebens das Beste machen können. Denn das haben sie verdient!

Ein Buch, das einem beim Lesen zeigt, worauf es wirklich ankommt im Leben, auch wenn es manchmal traurig ist.

FAZIT: 7 von 10 Sternen

Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier auf der Seite von den  Ullstein Buchverlagen