Rezension: „Die Lügen meines Meisters“ von Sonia Kell

Zum Inhalt: Sonia lebt in einer „normalen“ Beziehung ohne größere Höhen und Tiefen. Sex spielt in ihrem Leben und ihrer Beziehung eine eher unterordnete Rolle. Als sie sich von ihrer Freundin überreden lässt, eine Erotikmesse zu besuchen, hat sie dort ein Schlüsselerlebnis. Seitdem ist sie von Gedanken an Unterwerfung und BDSM fasziniert. Als ihr Freund auf einer Geschäftsreise verweilt, nimmt sie all ihren Mut zusammen und meldet sich auf eine Annonce. Nichtsahnend, dass dieser Anruf ihr Leben für immer verändert….

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Meine Meinung:

Die autobiografische Erzählung von Sonia Kell nimmt uns mit auf ihren Weg in ein anderes, ein ganz neues Leben. Die Autorin erzählt ehrlich und ausgesprochen glaubwürdig von ihrem mutigen Schritt, die Dinge, die sie so sehr beschäftigen, endlich einmal ausleben zu wollen. Die Zerrissenheit, die sie spürt, als sie merkt, dass sie scheinbar Dinge will, die in der Gesellschaft ja eher nicht anerkannt sind, sind für den Leser gut nachvollziehbar. Dinge, die bei anderen für Kopfschütteln sorgen mögen. Gerade weil sie im Beruf eine starke und unabhängige Frau ist, die fest auf ihren eigenen Beinen steht. Wie passt das zusammen, das Bedürfnis, sich jemandem mit Haut und Haar auszuliefern, den eigenen Willen abzugeben und einfach nur zu sein, zu fühlen, sich hinzugeben? Ihr Gefühlschaos ist auf jeder Seite spürbar. Und man spürt den Sog, den das Erlebte ausübt. Aber auch auch die Veränderung, die das Erlebte in ihr ausmacht, dass sie stärker wird, sich eingesteht, so sein zu wollen, wie sie tatsächlich ist – unabhängig von ihrer Umwelt.

Die Erzählung hat mich sofort in ihren Bann gezogen, so dass ich das Buch an einem Abend komplett gelesen habe.

Es ist keine erotische Erzählung à la „Shades of Grey“, sondern ein ehrlicher und offener Erfahrungsbericht.

Sonia Kell hat auch noch ein weiteres Buch veröffentlicht: „Ohnmächtig verliebt“ – ist ebenfalls im Seitenblick Verlag erschienen.

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3 Gedanken zu “Rezension: „Die Lügen meines Meisters“ von Sonia Kell

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