Rezension: „King of Chicago: Verliebt in einen Millionär“ von Sarah Saxx

Zum Inhalt: Die selbständige Fotografin Ashley Crown bekommt vertretungsweise einen super Job angeboten: Sie soll eine Villa von Immobilienmogul Travis King fotografisch ins rechte Licht rücken. Der Womanizer ist ihr ziemlich suspekt, doch der Auftrag verspricht gutes Geld und sichert Ashley das Auskommen für die nächste Zeit. Da Ashley aus der Presse weiß, wie Travis King mit seinen ständig wechselnden Frauenbekanntschaften umspringt, beschließt sie, gegen seinen Charme immun zu sein. Doch Travis ist es nicht gewohnt, abgewiesen zu werden und setzt alle Hebel in Bewegung, Ashley doch noch umzustimmen….

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Meine Meinung: Tja, was soll ich sagen: umwerfende Geschichte. Das Buch ist das erste Buch, das ich von Sarah Saxx gelesen habe und es wird definitiv nicht das letzte Buch von ihr sein. Ich liebe es (das war mir allerdings schon nach den ersten paar Seiten klar). Der Schreibstil, die Charaktere die Story – alles passt für mich und ich glaube, es gibt keinen Liebesroman, den ich in letzter Zeit schneller verschlungen habe als die Geschichte von Travis und Ashley.

Ich habe mit den Beiden mitgefiebert und gehofft, dass sie sich von der hinterhältigen Jelena nicht ausbooten lassen und schlussendlich gemeinsam ihr Glück finden. Und auch die Wandlung von Travis, der ja aufgrund des frühen Verlustes seiner Mutter ein Problem mit tieferen Bindungen hatte, war faszinierend mitzuerleben. Ein Roman, bei dem man am Ende traurig ist, sich von den Protagonisten wieder verabschieden zu müssen. Zumindest geht es mir so.

FAZIT:

10 von 10 Sternen

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Sarah Saxx, dass ich Ashley und Travis kennenlernen durfte. Vielen lieben Dank für das wundervolle Buch, es bekommt einen Ehrenplatz in meinem Regal!

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Rezension: „Dein Leuchten“ von Jay Asher

Zum Inhalt: Seit Sierra denken an, verbringt sie mit ihren Eltern die Zeit von Thanksgiving bis Weihnachten in Kalifornien, wo Sierra‘s Familie die Tannenbäume von ihrer Farm in Oregon verkauft.

Doch in diesem Jahr ist etwas anders: Sierra verliebt sich in Caleb. Caleb, der sein Trinkgeld dafür ausgibt, Weihnachtsbäume an bedürftige Familien zu verschenken. Doch dann hört Sierra Gerüchte: Gerüchte darüber, dass Caleb das Leben seiner Schwester bedroht haben soll. Ihr sanftmütiger Caleb? Wem soll sie glauben?

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Meine Meinung:

Ich beginne heute mal mit dem Cover. Also, normalerweise schreibe ich ja so gut wie niemals etwas über das Cover, weil es für mich in den wenigsten Fällen wichtig für das Buch ist. Aber das Cover von „Dein Leuchten“ hat es mir wirklich angetan. Ich finde es sooooooo wunderschön. Ein absoluter Blickfang.

Nun zur Geschichte: Ich kenne auch die vorangegangenen Jugendbücher von Jay Asher: „Tote Mädchen lügen nicht“ und „Wir beide irgendwann“ und habe beide regelrecht verschlungen. So war ich dann auch sehr gespannt auf „Dein Leuchten“.

Am Anfang hatte ich das Gefühl, einen normalen, in gewissem Sinne „durchschnittlichen“ Teenager-Liebesroman zu lesen, doch diese Meinung habe ich im Lauf der Geschichte geändert.

Da ist zum einen Sierra, die sich eigentlich nicht verlieben will – wieso auch? Jede Beziehung in Kalifornien hätte ein vorgegebenes „Verfallsdatum“: nämlich Weihnachten! Warum also riskieren, sich das Herz brechen zu lassen?

Sierra hat eine Affinität für besondere und seltene Wörter, die sie mit Vorliebe allen anderen Menschen um die Nase haut. An der Stelle habe ich mich in Sierra verliebt. Jemand, der Wörter so sehr mag, den muss ich einfach lieben. Das finde ich so bezaubernd und hat die Geschichte für mich in etwas Besonderes verwandelt.

Caleb, in den Sierra sich verliebt, obwohl sie das eigentlich nicht will, hat es nicht leicht. Seit seinem Ausraster (über den ich hier nichts verraten möchte, ihr sollt das Buch ja schließlich noch lesen wollen …) wird er von den meisten Teenagern nur noch aus der Ferne beäugt. Er hat seinen besten Freund verloren und bereut seine Tat seitdem täglich. Doch hat er mittlerweile auch aufgegeben, an der Situation etwas ändern zu wollen. Doch dann tritt Sierra in sein Leben und plötzlich möchte Caleb, dass sich doch etwas ändert und dass Sierra ihn so sieht, wie er wirklich ist.

Es geht nicht nur um die große erste Liebe,  es geht auch um Freundschaft, um Vertrauen, um Werte, um Verzeihen, um das Kämpfen für etwas, das einem die Welt bedeutet.

FAZIT: Ein wundervoller Winter-Teenager-Liebesroman mit großartigen Charakteren und so manchen wundervollen seltenen und besonderen Wörtern.

9 von 10 Sternen

Ich bedanke mich recht herzlich bei der Random House Verlagsgruppe und CBT für das Rezensionsexemplar.  Vielen Dank, dass ich dieses wunderschöne Buch lesen durfte.

Rezension: „Requiem“ von Lauren Oliver

Zum Inhalt:

Alex lebt. Doch er ist nicht mehr der Alex, den Lena damals an der Grenze zurücklassen musste. Dieser Alex ist still, abweisend, voller Kälte.  Und Lena fühlt sich hin- und hergerissen. Denn da ist auch noch Julian, den sie mitgenommen hat in die Wildnis. Und Julian liebt sie. Doch was ist mit Alex und ihren Gefühlen für ihn? Lena ist verwirrt und unsicher. Was soll sie tun? Für wen sich entscheiden? Wen liebt sie wirklich? Doch bevor sie eine Entscheidung treffen kann, eskalieren die Ereignisse in der Wildnis. Alle Zeichen stehen auf Krieg und ihnen bleibt kaum Zeit, einen Plan zu entwerfen….

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Meine Meinung:

Der dritte und finale Band der Amor-Trilogie ist ein richtiger Pageturner, den ich überhaupt nicht aus der Hand legen konnte. Die Geschichte spielt dieses Mal abwechselnd aus der Sicht von Lena in der Wildnis, wo sich die Bedingungen für die „Invaliden“ unablässig verschlechtern und aus Hanas Sicht in Portland, wo sich die Ereignisse regelrecht überschlagen. Hana, die ja im zweiten Band kaum erwähnt wurde, spielt diesmal eine zentrale Rolle. Wir begleiten sie während der Hochzeitsvorbereitungen und erfahren so, wie sich die Situation in Portland zuspitzt.

Lena erfährt am eigenen Leib, warum die Liebe ausgemerzt wurde, zumindest bekommt sie ein Gefühl dafür, welches Leid sie verursachen kann. Sie ist hin- und hergerissen zwischen Alex und Julian. Das spürt man sehr beim Lesen. Die Art, wie sie damit umgeht, ist vielleicht nicht die Beste, aber ich denke, sie lebt unter extremen Bedingungen, sie hat sich noch niemals in so einer Situation befunden, dass sie verwirrt und unsicher ist, ist doch verständlich. Und jeder von uns erinnert sich doch mit Sicherheit daran, welche Schmerzen Liebeskummer verursacht und dass es eben nicht immer nur „schwarz“ oder „weiß“ gibt.

Ich mag Euch eigentlich zum Ende der Geschichte nichts verraten, und doch ist es für meinen Gesamteindruck wichtig. Ich möchte ungerne spoilern, wer also vom Ende nichts wissen will, sollte jetzt GENAU HIER aufhören weiterzulesen….

Zuerst war ich vom Ende ein wenig enttäuscht, doch andererseits habe ich nun die Möglichkeit, mir mein eigenes Ende auszudenken, die Geschichte weiterzuspinnen, so wie ich es möchte. Und natürlich wäre es sehr unrealistisch, wenn die Welt plötzlich wieder in Ordnung wäre … denn so einfach ist es natürlich nicht.

Und doch hätte ich mir ein Happy-End in Form eines Epilogs gewünscht – einfach, weil ich auf glückliche Enden stehe – egal wie unrealistisch sie sein mögen. Also mal ehrlich … Realismus habe ich im Leben schon genug… in Geschichten muss das nicht sein.

Aber schlussendlich passt das Ende der Geschichte wunderbar zum Buch dazu und ich kann Euch diese faszinierende und dystopische Trilogie nur ans Herz legen.

Ein Leben ohne Liebe, das wäre mein persönlicher Alptraum, denn ist es nicht das, um was es letztendlich im Leben geht?

Mein FAZIT: Lest sie! Unbedingt!

9 von 10 Sternen!

Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier auf der Seite vom Carlsen Verlag

 

 

Rezension: „Esst Euer Eis auf, sonst gibt’s keine Pommes – Meine Abenteuer als Alleinerziehende“ von Katja Zimmermann

Zum Inhalt: Katja hat sich dass alles ganz einfach und traumhaft schön vorgestellt: zusammen mit ihrer großen Jugendliebe Jonas eine perfekte Familie gründen. Als sie endlich schwanger wird – und das auch noch mit Zwillingen, scheint ihr Glück perfekt. Doch dann eröffnet Jonas ihr, dass sich sein Lebensplan geändert hat. Er verlässt Deutschland und zieht nach Australien zu seiner Exfreundin. Und plötzlich muss Katja das Abenteuer „Zwillinge“ alleine wuppen ….

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Meine Meinung: Ein offener und sehr, sehr ehrlicher Erfahrungsbericht über das Leben als Alleinerziehende. Mit viel Witz und Humor nimmt uns Katja Zimmermann mit in ihren seit 12 Jahren bestehenden Alltag als alleinerziehende Zwillingsmutter.

Doch das Buch ist nicht nur witzig, es ist auch ironisch, voller Selbstreflektion und prangert die oftmals angespannte emotionale und finanzielle Situation an, der Alleinerziehende ausgesetzt sind. Der Pragmatismus “Erlaubt ist, was funktioniert“ mit dem Katja ihren Alltag meistert, weil sie einfach nicht die Möglichkeit und Ressourcen hat, anders zu agieren, ist wunderbar ehrlich und erfrischend und hat mir beim Lesen gezeigt, dass ich vielleicht manche Dinge im Alltag doch auch ein klein wenig leichter nehmen könnte, ohne meinen Kindern damit wirklich zu schaden.

Das Buch regt zum Nachdenken an und öffnet einem beim Lesen die Augen, welche Nöte und Sorgen Alleinerziehende haben und inwieweit sie sich von den Sorgen Nöten von Eltern in Paarbeziehungen unterscheiden. Doch auch als Nicht-Alleinerziehende erkennt man sich in so mancher Situation wieder.

Ein Fazit, was ich für mich aus der Lektüre dieser Biografie auf jeden Fall mitgenommen habe – egal ob alleinerziehend oder nicht: es muss mir gutgehen, damit es meinen Kindern gutgehen kann.

Den Titel und das Buchcover finde ich im Übrigen sehr witzig und gelungen. Der Schreibstil dieser Biografie ist gut zu lesen und überhaupt nicht trocken oder langatmig.

FAZIT: 7 von 10 Sternen

Weitere Informationen findet Ihr hier auf der Seite vom Ullstein Verlag.

Rezension: „Die Perlenfrauen“ von Katie Agnew

Sophia, eine junge Frau Anfang 30, lebt mit drei Freunden in einem heruntergekommenen Haus in London – ohne jede berufliche Perspektive. Eigentlich ein Leben, dass sich bei Sophias Geburt niemand hätte vorstellen können. Schließlich ist sie die Enkeltochter der weltberühmten Schauspielerin und Aristokratin Tilly Beaumont.

Doch Sophias Kindheit stand unter keinem guten Stern. Von ihren Eltern bekam sie niemals irgendwelche Aufmerksamkeit. Ja, Sophia hatte sogar oftmals das Gefühl, sie würden sie regelrecht hassen. Also wurde sie rebellisch und schließlich aus der Familie verstoßen.

Nur ihre Großmutter schien Sophia noch in Liebe verbunden, doch irgendwann schämt sich Sophia zu sehr und bricht letztendlich auch den Kontakt zu ihrer Großmutter ab.

Eines Tages im Jahr 2012 bekommt sie plötzlich von ihrer unheilbar an Krebs erkrankten Großmutter einen Brief, in dem die alte Dame sie bittet, nach einem wertvollen Perlencollier zu suchen, dass sie einst kurz nach dem zweiten Weltkrieg von ihrem Vater bekommen hat und das seit vielen Jahren verschwunden zu sein scheint.

Gemeinsam mit ihrem besten Freund Hugo fängt Sophia an, nach dem Collier zu forschen und kommt einem großen Familiengeheimnis auf die Spur….

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Meine Meinung:

Wow! Was für ein Buch!  Ich war nach dem Lesen der ersten paar Seiten zuerst ein wenig skeptisch, ob mir die Geschichte überhaupt gefallen würde. War mir Sophia doch am Anfang sehr unsympathisch. Sie wirkte wie eine verwöhnte Göre, die ohne einen Funken Verstand in den Tag hineinlebt und keinerlei Ziele und Perspektiven hat. Doch ich musste diese, doch etwas garstige Einschätzung ziemlich schnell revidieren. Denn Sophia hat das Herz auf dem rechten Fleck und legt sich sehr ins Zeug, um ihrer Großmutter ihren letzten Wunsch zu erfüllen.

Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeiten, die jedoch gut auseinanderzuhalten sind: Zum einen ist da der Hauptzeitstrang im Jahr 2012, in dem sich Sophia wieder ihrer Familie annähert und sich auf die Suche nach der Perlenkette begibt, dann führt uns Katie Agnew zurück in die Vergangenheit in Tillys Kindheit. Es gibt auch noch weitere Protagonisten und zwei weitere Handlungsstränge, über die ich Euch jetzt aber nichts verraten möchte, denn das würde der Geschichte einen Teil des Zaubers nehmen, den sie innehat.

Der Schreibstil hat mir persönlich gut gefallen, er lässt sich sehr gut lesen, ich habe ziemlich schnell in die Geschichte hineingefunden und konnte schon nach den ersten 70 Seiten das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Autorin nimmt uns in einer wunderbaren klaren Sprache mit auf eine bildreiche Reise an andere Orte und in andere Zeiten. Für Fans von geheimnisvollen Familiengeschichten ist das Buch auf jeden Fall ein absolutes Highlight!

FAZIT: 8 von 10 Sternen!

Ein herzliches Dankeschön an den Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dieses wunderbare Buch lesen zu dürfen.

Weitere Infos zum Buch findet Ihr hier!

Rezension: „Fast perfekte Heldinnen“ von Adèle Bréau

Zum Inhalt: Vier Freundinnen, deren Leben so unterschiedlich ist und die dennoch gemeinsam durch dick und dünn gehen: Eva, Alice, Mathilde und Lucie. Die vier verbringen gemeinsam mit ihren Familien einen wunderbaren Sommerurlaub in der Provence. Doch kaum zurück in Paris hat sie der Alltag mit all seinen Tücken wieder fest im Griff…. Aber auf eines können sie sich immer verlassen: auf ihre Zuneigung und Freundschaft zueinander – egal wie schwierig das Leben gerade ist.

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Meine Meinung:

Der lockere Schreibstil macht es einem leicht, schnell in die Geschichte hinein zu tauchen. Am Anfang kam ich ein wenig mit den unterschiedlichen Charakteren ins Trudeln, aber das hat sich nach ein paar Seiten gegeben.

Die Hauptprotagonistinnen sind:

  1. Mathilde: Erfolgreiche Businessfrau und Mutter von zwei kleinen Jungs, verheiratet mit dem arbeitslosen Max. Das Ego von Max leidet sehr unter dem Jobverlust, was zu großen Spannungen in der Beziehung zu Mathilde führt…
  2. Alice: Passionierte und sehr talentierte Köchin, seit der Trennung von Adrien zieht sie die gemeinsame Tochter Laura alleine groß….
  3. Éva: verheiratet mit Vincent. Die beiden versuchen seit Jahren erfolglos, ein Baby zu bekommen….
  4. Lucie: Wohlhabende Besitzerin einer Kinderboutique und Mutter von drei kleinen Mädchen. Sie ist seit vielen Jahren mit Christophe verheiratet und krankhaft eifersüchtig.

Man merkt, dass die vier Freundinnen sich aufrichtig in Zuneigung verbunden fühlen und bei allen Turbulenzen, die die Vier nach dem gemeinsamen Urlaub überstehen müssen, immer füreinander da sind.

Lucie war mir persönlich ein wenig zu oberflächlich, ich hatte persönlich auch Schwierigkeiten, mich mit ihrer Art des Familienlebens zu identifizieren. Da sind wir einfach zu unterschiedlich, denke ich. In die Situationen der anderen drei Frauen konnte ich mich beim Lesen gut hineinversetzen.

Die zweite Sache, die mich beim Lesen ein wenig gestört hat, waren die vielen Zeitsprünge, die ich persönlich teilweise wirklich verwirrend fand und es mir manchmal ein wenig schwer gemacht haben, der Geschichte zu folgen.

FAZIT: Ein heiterer und unterhaltsamer Frauenroman über vier Freundinnen der Pariser Oberschicht, die trotz aller Probleme niemals den Glauben an sich selbst verlieren.

7 von 10 Sternen

Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier auf der Seite vom List Verlag

Top Ten Thursday: Deine 10 letzten Neuzugänge

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Wieder Donnerstag mit einem neuen Top Ten Thursday von Steffis Bücher Bloggeria.

Thema diese Woche: Meine 10 letzten Neuzugänge. Das ist mal realtiv einfach zu erfüllen – hier sind sie:

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01. Anna Todd – Imagines Storys

02. Julie Lawson Timmer – Fünf Tage die uns bleiben

03. Tiffany Reitz – Gesetze der Lust

04. Adèle Breau – Fast perfekte Heldinnen

05. Kristen Callihan – Game on: Mein Herz will Dich

06. Sonia Kell – Die Lügen meines Meisters

07. Estelle Maskame – Dark Love 03: dich darf ich nicht begehren

08. Mona Kasten – Begin Again

09. Virgina Fox – Rocky Mountain Lion

10. Suzanne Young – Du wirst vergessen

Beim Klick auf den Titel kommt Ihr entweder für weitere Informationen direkt zur Verlagsseite oder zu meiner Rezension – je nachdem, ob ich das Buch schon gelesen habe oder nicht.

Ich freue mich schon sehr auf Eure Listen!

Wünsche Euch einen tollen Tag!

Liebe Grüße

Nicole

Rezension: „Pandemonium“ von Lauren Oliver

Zum Inhalt:

Lena ist die Flucht gelungen – verletzt, aber sie lebt. Alex hat es nicht geschafft. Lena hofft, dass er noch lebt. Ein Leben ohne Alex ist für sie nicht vorstellbar. In der Wildnis wird sie von einer Gruppe Invaliden aufgenommen und gesund gepflegt. Und dann – als sie wieder einsatzfähig ist – wird sie vom Widerstand aufgenommen und nach New York eingeschleust, …..

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Meine Meinung:

Nachdem mich Band 1 schon so unheimlich gefesselt hat, habe ich den zweiten Band direkt im Anschluss begonnen. Ich musste nach dem Cliffhanger unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Band zwei spielt in zwei verschiedenen Zeit: einmal in der Zeit kurz nach Lenas Flucht, der Aufnahme und das Einleben in der Rebellengruppe und dann in der Zeit ein Weilchen später: Lena ist von den Rebellen in New York eingeschleust worden und soll Julian, den Sohn eines der führendsten Politiker beschatten.

Lena versucht währenddessen, ihre große und einzige Liebe Alex aus ihren Gedanken und Gefühlen zu verbannen, um irgendwie überleben zu können. Aber dennoch ist da immer die Hoffnung spürbar, dass er doch noch lebt. Sonst hätte sich alles andere doch einfach nicht gelohnt. Trotzdem wirkt sie kühl, zurückhaltend und unnahbar, sie hat ihr Herz für alles andere verschlossen, um überleben zu können.

Und doch fühlt sie sich im Lauf der Geschichte zu Julian hingezogen. Doch Julian ist der Feind oder ist er auch ein Opfer? Sei es aufgrund der extremen Erlebnisse oder aus Einsamkeit – zwischen den beiden entwickelt sich – zunächst von beiden ungewollt – eine Bindung, die immer fester wird.

Ich fand es beim Lesen zuerst ein wenig befremdlich, wie vermeintlich leicht Lena sich zu Julian hingezogen gefühlt hat. Doch man darf nicht vergessen: Lena und auch Julian wurde immer wieder gesagt, wie gefährlich Liebe ist, die extremen lebensgefährlichen Erfahrungen und auch das junge Alter kommen noch dazu.

Lena bleibt auch im zweiten Teil die unheimliche starke und mutige Persönlichkeit, die wir im ersten Teil kennenlernen durften. Und auch die vielen anderen bisher unbekannten Charaktere, die in Band Zwei eine große Rolle spielen, bringen die Handlung gut voran. Die Stärke von Raven und Tack, die ihr Leben für ihre „Familie“ riskieren, um endlich ein besseres Leben haben zu können, beeindruckt.

Mein Fazit: ein starker und temporeicher zweiter Teil, der einen nicht los lässt. Ich konnte auch diesen Teil nicht aus der Hand legen. Das Ende (natürlich wieder ein Cliffhanger) macht natürlich süchtig auf Band drei, den ich mir im Lauf der kommenden Woche definitiv kaufen werde. Ich muss unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht.

FAZIT: 9 von 10 Sternen

Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier auf der Seite vom Carlsen Verlag.

Rezension: „Die Lügen meines Meisters“ von Sonia Kell

Zum Inhalt: Sonia lebt in einer „normalen“ Beziehung ohne größere Höhen und Tiefen. Sex spielt in ihrem Leben und ihrer Beziehung eine eher unterordnete Rolle. Als sie sich von ihrer Freundin überreden lässt, eine Erotikmesse zu besuchen, hat sie dort ein Schlüsselerlebnis. Seitdem ist sie von Gedanken an Unterwerfung und BDSM fasziniert. Als ihr Freund auf einer Geschäftsreise verweilt, nimmt sie all ihren Mut zusammen und meldet sich auf eine Annonce. Nichtsahnend, dass dieser Anruf ihr Leben für immer verändert….

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Meine Meinung:

Die autobiografische Erzählung von Sonia Kell nimmt uns mit auf ihren Weg in ein anderes, ein ganz neues Leben. Die Autorin erzählt ehrlich und ausgesprochen glaubwürdig von ihrem mutigen Schritt, die Dinge, die sie so sehr beschäftigen, endlich einmal ausleben zu wollen. Die Zerrissenheit, die sie spürt, als sie merkt, dass sie scheinbar Dinge will, die in der Gesellschaft ja eher nicht anerkannt sind, sind für den Leser gut nachvollziehbar. Dinge, die bei anderen für Kopfschütteln sorgen mögen. Gerade weil sie im Beruf eine starke und unabhängige Frau ist, die fest auf ihren eigenen Beinen steht. Wie passt das zusammen, das Bedürfnis, sich jemandem mit Haut und Haar auszuliefern, den eigenen Willen abzugeben und einfach nur zu sein, zu fühlen, sich hinzugeben? Ihr Gefühlschaos ist auf jeder Seite spürbar. Und man spürt den Sog, den das Erlebte ausübt. Aber auch auch die Veränderung, die das Erlebte in ihr ausmacht, dass sie stärker wird, sich eingesteht, so sein zu wollen, wie sie tatsächlich ist – unabhängig von ihrer Umwelt.

Die Erzählung hat mich sofort in ihren Bann gezogen, so dass ich das Buch an einem Abend komplett gelesen habe.

Es ist keine erotische Erzählung à la „Shades of Grey“, sondern ein ehrlicher und offener Erfahrungsbericht.

Sonia Kell hat auch noch ein weiteres Buch veröffentlicht: „Ohnmächtig verliebt“ – ist ebenfalls im Seitenblick Verlag erschienen.

Rezension: „Delirium“ von Lauren Oliver

Zum Inhalt: Liebe ist gefährlich. Liebe ist tödlich. Deswegen werden alle Menschen mit ihrem 18. Lebensjahr einem Eingriff unterzogen, der ihnen dieses Gefühl nimmt. Es gibt keine Liebe, es gibt keinen Hass. Es gibt einfach keine Empfindungen mehr.

Lena wartet sehnsüchtig auf den Eingriff. Sie hat gute Gründe dafür, schließlich war bei ihrer Mutter der Eingriff erfolglos und sie ist letztendlich an ihrer Liebe und ihrem Kummer darüber gestorben.

Doch einige Wochen vor dem Eingriff lernt Lena Alex kennen und je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr schließt sie ihn in ihr Herz. Doch der Zeitpunkt des Eingriffs rückt immer näher….

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Meine Meinung:

Endlich wieder ein Buch, das mich schon nach den ersten paar Seiten so sehr in seinen Bann gezogen hat, dass ich es überhaupt nicht zur Seite legen konnte. Und dann gleich beim ersten Buch des Jahres.

Lena fühlt sich zu zerrissen zwischen dem, was sie fühlt und dem, was ihr seit der Kindheit eingebläut wurde: das Gefühle gefährlich sind, sie auszumerzen sind. Und sie fragt sich, wie etwas, das sich so wunderschön anfühlt, falsch sein kann.

Und im Lauf der Geschichte entwickelt sie – das Mädchen, dass das System niemals in Frage gestellt hat – einen ungeheuren Mut, für ihre Freiheit und für ihre Liebe zu kämpfen.

Ich habe beim Lesen so oft den Kopf schütteln müssen über das arrogante Verhalten, dass eine Gruppe Menschen sich anmaßt, so über die Empfindungen anderer Menschen zu entscheiden. Der Verlust der Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen, hat mich beim Lesen wirklich aufgeregt, das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen.

Die Vorstellung, keine Liebe empfinden zu können, ist so unfassbar grausam. Sicherlich mag es einem verlockend vorkommen, keine traurigen Gefühle zu empfinden, aber das Eine kann es niemals ohne das Andere geben. Die beiden Seiten gehören nun mal untrennbar zusammen. Und ist es nicht auch nur die Liebe, die das Leben überhaupt lebenswert macht?

„Delirium“ ist der erste Band der Trilogie. Die Folgebände heißten „Pandemonium“ und „Requiem“.

Das Buch wird auf jeden Fall eines meiner Highlights 2017 werden. Das weiß ich jetzt schon. Absolute Leseempfehlung. Ich bin so froh, dass ich Band 2 hier liegen habe und werde mir auf jeden Fall noch Band 3 zulegen müssen.

Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier auf der Seite vom Carlsen Verlag.

FAZIT: 10 von 10 Sternen