Rezension: „Das Glück der fast perfekten Tage“ von Fioly Bocca

Zum Inhalt: Anita hat es nicht leicht zur Zeit: ihre Mutter ist an Krebs erkrankt. Als sie erfährt, dass ihr nur noch wenig gemeinsame Zeit bleibt, beginnt sie, ihrer Mutter jeden Abend eine Email zu schreiben, in der sie ihr von ihrem glücklichen Leben erzählt. Doch das ist gelogen: ihre Karriere stagniert, ihre Beziehung zu ihrem langjährigen Freund ist merklich abgekühlt. Doch Anita möchte ihrer Mutter den Abschied leichter machen.

Auf der Rückfahrt nach einem Besuch bei ihrer Mutter trifft sie im Zug auf den Geschichtenerzähler Arun, einem jungen Mann, der ihr zuhört und der ihr zeigt, dass das Leben trotz aller Traurigkeit doch noch Wunderbares für sie bereithalten kann…

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Meine Meinung:

Der relativ kurze Roman (183 Seiten) besticht schon auf dem ersten Blick mit seinem wunderschönen filigranen Buchcover und der wunderbar lyrischen Sprache. Die einzelnen Kapitel sind mit wunderschönen Bildern versehen, ein richtiger Blickfang. Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll und man findet sehr schnell in die Geschichte hinein.

Es besteht vom ersten Moment an eine tiefe Faszination zwischen Arun und Anita. Arun geht so liebevoll mit Anita um, seine Zuneigung für sie ist auf jeder Seite spürbar. Doch nach dem Tod ihrer Mutter hat Anita das Gefühl, Arun hat sie angelogen und zieht sich zurück. In diesem Moment hat sie das Gefühl, ihr komplettes Leben verloren zu haben. Als sie die schlimmste Trauer überwunden hat, nimmt sie sich ein Herz und fragt endlich nach, was an der Information, die ihr zugetragen wurde überhaupt dran ist und erfährt, es war alles nur ein Irrtum. Jetzt muss sie ihr Glück selber in die Hand nehmen und das tut sie schließlich auch.

Dank Arun gelingt es Anita letztendlich, ihr Leben zu verändern und trotz des Verlustes ihrer Mutter wieder Glück zu empfinden und zuzulassen.

Ich habe mich beim Lesen gefragt, wie Anitas Leben verlaufen wäre, wenn sie Arun nicht begegnet wäre und ob sie ihm dann nicht doch irgendwann begegnet wäre. Denn ich persönlich glaube nicht an Zufall, sondern an Schicksal.

Für mich war die Geschichte einfach ein wenig zu kurz, ich hätte Anita und Arun gerne noch etwas näher kennengelernt und sie ein Stück begleitet.

Ein wunderbares Buch für Leser, die Märchen, Geschichten und die Liebe lieben.

FAZIT: 7 von 10 Sternen

Weitere Informationen zum Buch findet Ihr hier auf der Seite vom Rowohlt Verlag

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Ein Gedanke zu “Rezension: „Das Glück der fast perfekten Tage“ von Fioly Bocca

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